Tagsüber Art Basel, abends Kunst am Vogesenplatz!

12. – 16. Juni 2018

Während der Art Basel Woche strömen auch dieses Jahr Kunstliebhaber aus aller Welt nach Basel und versetzten die Stadt in den kulturellen Ausnahmezustand. Wenn aber die Tore der Art Basel schliessen, dann schlägt die Stunde der jungen Galerien der Schweiz. Bereits zum fünften Mal öffnet dann die umtriebige Popup-Galerie SideEffects ihre Türen, dieses Mal in Zusammenarbeit mit der Galerie SOON. Internationale und lokale KünstlerInnen bekommen am Vogesenplatz eine grosse Plattform, dazu wurde kurzerhand das ganze Erdgeschoss des geschichtsträchtigen, ehemaligen Bierdepots angemietet.

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Nach dem Umzug 2016 aus dem einstigen Bordell im Kleinbasel ist die Popup-Galerie SideEffects auch in diesem Jahr erneut im St. Johann zuhause. Die Galerie hält ein vielseitiges Kunst- und Kulturprogramm während der Art Basel bereit: Vom 12. bis 16. Juni öffnet die Galerie die Türen des ehemaligen Bierdepots Salmenbräu an der Vogesenstrasse 141-145. In Zusammenarbeit mit der Berner Galerie SOON werden zwölf internationale, renommierte, lokale und aufstrebende KünstlerInnen in einer grossen Gruppenausstellung präsentiert.

Ihr Auftritt soll die Messen in Basel mit einem spannenden Programm ergänzen und qualitativ hochstehende sowie professionell betreute KünstlerInnen dem internationalen Publikum in Basel zugänglich machen. Durch die Öffnungszeiten am Abend wird die Ausstellung am Vogesenplatz auch zu einem Treffpunkt von Kunstinteressierten und SammlerInnen, welche nach der Messe noch weitere Herausforderungen suchen. Die Atmosphäre und Nähe zu den Kunstschaffenden soll auch ein Eintauchen in eine echte, aufstrebende Kunstwelt ermöglichen und den Austausch mit GaleristInnen und KünstlerInnen der neuen Generation ermöglichen.

Entdeckungen und ein spannendes wie auch entspannendes Abendprogramm sind mit dem Besuch am Vogesenplatz garantiert. Die hauseigene Bar, der mit Skulpturen bespielte Vorplatz sowie die umliegenden Restaurants machen den Besuch im St. Johann Quartier doppelt lohnenswert.

Künstlerinnen und Künstler

Dem Schweizer Künstler und Designer Bruno Streich gelang es von seinem ursprünglichen Beruf als Luft- und Raumfahrtingenieur so einiges in die Kunst zu transferieren. So zeigt er einem kunst- und technikinteressierten Publikum seit geraumer Zeit die Schönheit von Satelliten. Der Künstler entführt dabei die Betrachter in eine Welt, in der sie nach Belieben Verborgenes und Unbewusstes erkunden und erfahren können. Bei seinen Kunstwerken handelt es sich um rohe Formen, welche auf Satelliten zurückgeführt werden können. Diese stehen im Raum und versperren die Wege der Besucher, es sind befremdliche Objekte aus einer anderen Welt, in ihrer Form eindeutig auszumachen, scheinen sie in ihrer Materialität und Funktion verfremdet und laden wiederholt zum Nachdenken über das alte Spannungsverhältnis von Form und Funktion ein.

Fotis Sagonas ist ein griechischer Künstler und Architekt. In seiner Arbeit erforscht er die verschwommenen Grenzen einer Welt, die zum Vorschein kommt, ohne bisher wirklich gegenwärtig zu sein. Dabei bedient er sich Zeichnungen, Fotografien, Skulptur und virtual reality (VR). Sagonas Interessen gelten dem Interdisziplinären, so kommt das verbindende Element seiner Arbeiten aus dem Denken von Kunst und Architektur als Erzählung. Seine jüngsten Zeichnungen entstehen aus aufeinanderfolgenden Scans von Papieroberflächen. Dabei ist die Linie der minimale Ausdruck, der durch seine Dichten, Diskontinuitäten, Fehler und Verzerrungen auf eine innere Struktur verweist, die, kaum zusammengesetzt, zu kollabieren droht. Seine digitalen Bilder, basierend auf 3D-Renderings, beschreiben einen Betrachter in Nöten, versunken in eine Konstellation aus Wahrnehmung und Wiedergabe.

Der Schweizer Fotograf Kostas Maros ist spätestens seit dem Ausstellungs- und Buchprojekt HIDDEN – Verborgene Orte in der Schweiz – kein Unbekannter mehr. Dieses erlebte eine schweizweite mediale Aufmerksamkeit und begeisterte mit einer grossartigen Ausstellung im Filter 4 in Basel. Thematisch befasst sich Maros Arbeit regelmässig mit Parallelwelten und verborgenen und unbekannten Orten, die im Grunde genommen in eine andere Zeit hineinreichen. So reiste er bspw. jenseits der Touristenströme durch Teile der ehemaligen Sowjetunion und der Mongolei und hielt seine Eindrücke in bestechenden Bildern fest. Es entstanden dabei zwei preisgekrönte Dokumentationen ‚The Journey‘ und ‚Transformations‘, für die zweite Reportage kehrte er ein weiteres Mal nach Ulan Bator, Hauptstadt der Mongolei, zurück. Er dokumentiert realistisch, seine Aufnahmen sind frei von jeglicher Wertung und bleiben stets objektiv. Auch unkonventionelleren Sujets tritt er unvoreingenommen entgegen und gibt sie respektvoll wieder. Seine Nähe zum Motiv, sein objektiver Blick und seine würdevolle Art der Wiedergabe machen ihn zu einem grossartigen Beobachter und Illustrator einer der Mehrheit unbekannten Welt.

Die Schweizer Künstlerin Liliane Freiermuth lebt und arbeitet in London und Zürich. Durch ihre Wohnsituation und ihre zahlreichen Reisen ist sie quasi ständig unterwegs. Diese Mobilität spiegelt sich in vielerlei Hinsicht in ihrem Werk wieder. Dabei zieht sie ihre Inspiration als objektive Beobachterin aus scheinbar banalen Aspekten des alltäglichen Lebens, sei dies nun in einer denkwürdigen Demonstration in Hongkong oder bei einem notwendigen Zwischenstopp im Transit. Diese Komponenten werden in einem nächsten künstlerischen Schritt verarbeitet und wiedergegeben. Die Konzeptualisierung der Werke basiert in erster Linie auf der jeweiligen Geschichte, die ihnen zugrunde liegen soll. Diese Wiedergabe erfolgt zumeist in Form von Installationen, die sich einerseits poetisch andererseits beinahe aggressiv lesen lassen und sich sowohl medial wie auch thematisch in einem Grenzbereich befinden und diesen geradezu ausloten. So gelingt es der Künstlerin erstaunliche Irritationsmomente heraufzubeschwören und den Betrachter damit in Bann zu ziehen.

Die Künstlerin Maja Hürst wurde unter dem Namen „TIKA“ weltbekannt. Heute steht das Pseudonym für ihr eigenes, visuelles Universum. Sie befasst sich mit traditionellen Bräuchen und der Symbolik von Flüchen verschiedener Völker. Hürst webt dieses Wissen geschickt in ihren Kosmos ein und schafft so überwältigende Werke.

Der japanische Künstler Naoki Fuku befasst sich seit Jahren eingehend mit drei für ihn identitätsbildenden Werkserien, Before the 7th, Babel in my Mind und Study of Human Mind. Klare politische Bezugspunkte und Ereignisse, Textfragmente sowie die eigene Psyche bilden den Ausgangspunkt für seine expressiven Werke. Fuku arbeitet mit einem beinahe aggressiven Duktus, der die inhärenten Gefühle der dargestellten Person unterstreicht. Um den Effekt der geradezu verwundet scheinenden Leinwand zu erhalten, benutzt er seine Faust sowie einen Bambusstock, er malträtiert die Leinwand durch Schläge geradezu und versieht sie so mit Tinte und Acryl. Diese Konfrontation des Künstlers mit der menschlichen Identität resultiert in bemerkenswerten Darstellungen menschlicher Verwirrtheit und innerer Krämpfe.

Spätestens seit dem Bericht in der Hauptausgabe der Tagesschau ist der Künstler Pierre-Alain Münger schweizweit kein Unbekannter mehr. Sein ‘Pinse’l sind Airbags, Hubzylinder, Handseilzüge oder sogar Autos, seine ‘Leinwand’ Metallplatten oder Betonblöcke. Der als Crash-Künstler bekannt gewordene Solothurner lässt durch berechnete Verformung Kräfte sichtbar werden und lässt so eindrückliche Skulpturen entstehen.

Mit seiner unbändigen Phantasie und seiner unverwechselbaren Bildsprache hat sich der Künstler und Sprayer Remo Lienhard / WES 21 längst über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Der junge Bieler ist international in der Mural-Szene bekannt und vermag durch seine wuchtigen Motive und die geschickte Ausführung seiner Werke immer wieder zu verblüffen. Als Fenster in ein Paralleluniversum lassen seine surrealistisch geprägten Bilder mit ihren erzählerischen Inhalten ungewohnte Welten aufeinandertreffen.

Serge Nyfeler verbrachte die wilden 80er Jahre zusammen mit anderen Künstlern wie der befreundeten Pipilotti Rist in der lebendigen Züricher Kunstszene. Unterdessen sind viele Jahre vergangen und Serge war nicht nur künstlerisch aktiv, sondern hat auch grosse Projekte wie das MoMa Bern oder die Lancierung von einem Atelier-Schloss in Frankreich umgesetzt. In seinem Schloss in Justiniac (F) arbeitet er neben Künstlern wie Rist oder Daniel Richter an neuen Werken. Zwischen seiner Wahlheimat Bern und Justiniac entstanden farbenfrohe Ölbilder.

Mit seinen Interventionen gegen die Konsumgesellschaft sorgt der in Berlin lebende Künstler und Adbuster Vermibus nicht nur innerhalb der Street Art Szene für Aufsehen. Vermibus arbeitet mit geklauten Werbeplakaten und demaskiert die Werbe- und Modeindustrie. Mit seiner Kunst thematisiert er auch die falschen Schönheitsbilder, welche transportiert werden. Früher war der Spanier als Fotograf selbst Teil der Modeindustrie, jetzt macht er daraus Kunst und lehnt sich gegen diesen Schönheitswahn auf.

Der valencianischen Künstler VinZ gilt als Ikone der internationalen StreetArt Szene. Seine Werke thematisieren die Machtverhältnisse auf verschiedenen Ebenen des menschlichen Zusammenlebens und stehen ganz und gar im Zeichen der Freiheit. Getreu dem Motto „it’s time to feel free“ greift er hochaktuelle Themen des politischen Protests auf und übersetzt diese in seine eigene prägnante Bildsprache, umgesetzt in Collagen und dargestellt in hybriden Mischwesen aus Mensch und Tier.

Die stimmungs- und wirkungsvollen Gemälde des surrealistisch geprägten Künstlers Wojtek Klimek vermögen den Betrachter mit ihren vielschichtigen, teils kulissenartigen Landschaften an fremde Orte zu entführen. Er ist ein Maler des Lichts, dem es auf äusserst präzise Art und Weise gelingt, jegliche Lichtquellen – seien diese nun künstlicher oder natürlicher Art, perfekt einzufangen und wiederzugeben. Klimek schafft Atmosphären, die den Betrachter an Film-Stills und dadurch gleichzeitig auch an den berühmten amerikanischen Künstler Edward Hopper erinnern. Seinem Werk herrscht eine inhärente beinahe unheimliche Ruhe vor. Eine, die jederzeit zu kippen droht.

SideEffects

Hinter SideEffects steckt ein sechsköpfiges Team, das sich aus den Architekten Marco Bamert und Agni Pantazopoulou, den Kunsthistorikerinnen Cristina Biaggi und Patricia Meyer, der Medienwissenschaftlerin Marion Regenscheit sowie dem Digital Marketing-Spezialisten Cyril Bubendorf zusammensetzt. Wir haben mit SideEffects einen Ort geschaffen, an dem Kunst gezeigt und diskutiert werden soll. Egal ob spannend oder unbequem, ästhetisch oder abstossend, wir haben stets das Ziel den Betrachter neu herauszufordern.

Galerie SOON

Die Galerie SOON wurde 2010 von Andrej Malogajski und Fabian Schmid gegründet. Inzwischen werden Ausstellungen in Bern und Zürich durchgeführt sowie an internationalen Messen teilgenommen. 2016 übernahm SOON die traditionsreiche Galerie Rigassi in Bern. Die Ziele sind weiterhin das Entdecken und Präsentieren spannender KünstlerInnen mit Potenzial und der schrittweise Aufbau von neuen Künstlerkarrieren. Die optimale Betreuung von SammlerInnen wird mit einem eingespielten Team vollbracht und das grosse Netzwerk ermöglicht den Zugang zu Werken etablierter Kunstschaffenden.

Veranstaltungshinweis

SideEffects X Galerie SOON Popup Show
12. – 16. Juni 2018 (Art Basel Woche)

KünstlerInnen:
Bruno Streich
Fotis Sagonas
Kostas Maros
Liliane Freiermuth
Maja Hürst / TIKA
Naoki Fuku
Pierre-Alain Münger
Remo Lienhard / WES 21
Serge Nyfeler
Vermibus
VinZ
Wojtek Klimek

Vernissage:
Dienstag, 12. Juni 2018, 19h – 24h

Öffnungszeiten:
Mi – Fr: 18h – 22h
Sa: 12h – 17h

SideEffects X Galerie SOON
Vogesenstrasse 141-145
4056 Basel

info@sideeffects-art.com
info@galerie-soon.ch

Pressekontakt:
Patricia Meyer: patricia@sideeffects-art.com / +41 79 796 78 03

www.sideeffects-art.com
www.galerie-soon.ch

Location SideEffects 5.0

Floorplan SideEffects 5.0
Floorplan SideEffects

ADRESSE

SideEffects X Galerie SOON
@ Vogesenstrasse 141-145 || 4056 Basel
Tel. +41 79 796 78 03 || info@sideeffects-art.com

ÖFFNUNGSZEITEN

12. Juni 2018: 19.00 – 24.00 Uhr
13. – 15. Juni 2018: 18.00 – 22.00 Uhr
16. Juni 2018: 12.00 – 17.00 Uhr